Dienstag, 22. September 2009
E.ONs CCS-Feigenblatt
Vor einigen Tagen weihte E.ON mit viel Pressewirbel eine Pilotanlage für die sogenannte CCS-Technologie am Standort Staudinger im hessischen Hanau ein.
CCS steht für »Carbon Capture and Storage«, also die Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoffdioxid. Damit soll es nach den Vorstellungen der Energiekonzerne in Zukunft möglich sein, CO2 aus fossilen Kraftwerken abzufangen und unterirdisch zu speichern. Die CCS-Technologie existiert bislang vor allem auf dem Papier - über mögliche Risiken, etwa das plötzliche Austreten von großen Mengen CO2 (was zu Erstickung führen könnte) oder Veränderungen im Boden (Grundwasser) existieren bislang praktisch keine Untersuchungen. CCS würde den ohnehin schon schlechten Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken weiter verschlechtern, da die geplanten Verfahren sehr energieaufwändig sind. Ob die Technologie in großem Maßstab überhaupt funktioniert, weiss heute niemand.
Auch ein CCS-Kraftwerk wäre nicht CO2-frei. Vattenfall wurde deshalb inzwischen gerichtlich untersagt, seine Demonstrationsanlage in Schwarze Pumpe als weltweit erstes CO2-freies Kohlekraftwerk zu bezeichnen.
E.ONs Pilotanlage befindet sich zwar am Kraftwerk Staudinger, mit dem dort geplanten Neubau eines 1100 Megawatt-Kohleblocks hat das allerdings nichts zu tun - der wird, sollte E.ON den Bau durchsetzen, sein gesamtes CO2 (6,2 Millionen Tonnen pro Jahr) ungefiltert in die Atmosphäre entlassen. Ob eine Nachrüstung je möglich sein wird, steht in den Sternen.
CCS steht für »Carbon Capture and Storage«, also die Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoffdioxid. Damit soll es nach den Vorstellungen der Energiekonzerne in Zukunft möglich sein, CO2 aus fossilen Kraftwerken abzufangen und unterirdisch zu speichern. Die CCS-Technologie existiert bislang vor allem auf dem Papier - über mögliche Risiken, etwa das plötzliche Austreten von großen Mengen CO2 (was zu Erstickung führen könnte) oder Veränderungen im Boden (Grundwasser) existieren bislang praktisch keine Untersuchungen. CCS würde den ohnehin schon schlechten Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken weiter verschlechtern, da die geplanten Verfahren sehr energieaufwändig sind. Ob die Technologie in großem Maßstab überhaupt funktioniert, weiss heute niemand.
Auch ein CCS-Kraftwerk wäre nicht CO2-frei. Vattenfall wurde deshalb inzwischen gerichtlich untersagt, seine Demonstrationsanlage in Schwarze Pumpe als weltweit erstes CO2-freies Kohlekraftwerk zu bezeichnen.
E.ONs Pilotanlage befindet sich zwar am Kraftwerk Staudinger, mit dem dort geplanten Neubau eines 1100 Megawatt-Kohleblocks hat das allerdings nichts zu tun - der wird, sollte E.ON den Bau durchsetzen, sein gesamtes CO2 (6,2 Millionen Tonnen pro Jahr) ungefiltert in die Atmosphäre entlassen. Ob eine Nachrüstung je möglich sein wird, steht in den Sternen.



